Im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid schießt Pierre-Emerick Aubameyang mit einem Fallrückzieher auf das Tor. Madrid-Spieler Gareth Bale staunt im Hintergrund

Fit für den Fallrückzieher: Akrobatisch wie Aubameyang zum Torerfolg

„Flanke, Fallrückzieher, Tooor!“

Wenn die BVB-Radiosprecher Nobby Dickel und Boris Rupe einen erfolgreichen Dortmunder Angriff so kommentieren, dann liegt Fußballzauber in der Luft. Fallrückziehertore sind die wohl spektakulärsten Treffer im Fußball. Wenn der Ball hoch in den Strafraum gespielt, der Stürmer quer in der Luft liegt und per Spann das runde Leder ins Netz befördert wird, sind Fans aus dem Häuschen und Fußballästheten schnalzen mit der Zunge.

 

 

Ob Pierre-Emerick Aubameyang, Christian Pulisic, Marco Reus oder Maximilian Philipp: Diese Jungs haben Technik und Talent, Flanken per Fallrückzieher unhaltbar ins Tor zu schießen. Und die Fans mit diesem Kunststück zu begeistern. Profis benötigen vor allem eine gute Antizipationsfähigkeit für diesen akrobatischen Torabschluss. Aber auch Feinmotorik, Sprungkraft, Reaktionsvermögen, Timing und Körperbalance spielen eine wichtige Rolle. Viele Komponenten müssen zusammenspielen, um den Ball aus der Luft per rückwärtsgerichteten Scherenschlag ins Tor zu knallen.

Los geht es mit dem richtigen Anspiel. Ob ein Flugball aus der eigenen Hälfte von Marc Bartra, eine Flanke von Lukasz Piszczek von der Seite oder ein Freistoß von Gonzalo Castro: Ohne perfektes Anspiel im richtigen Moment und Winkel wird es schwer mit einem spektakulären Fallrückzieher-Tor! Kommt der Ball in einem guten Moment und perfekter Höhe, ist die Ausholbewegung die erste Voraussetzung für einen erfolgreichen Schuss. Das schwächere Bein nutzen Pierre-Emerick Aubameyang und Co., um per Scherenschlag Schwung für die Bewegung zu holen. Mit der Ausholbewegung kommt der Sprung. Hier ist das richtige Timing entscheidend. Wer zu früh oder zu spät springt, verfehlt den richtigen Schussmoment. In der Luft schwingen die BVB-Angreifer dann das Schussbein durch und treffen den Ball mit dem Spann.

Tipps für Amateure

Auch Amateure können diese akrobatische Schusstechnik trainieren, um vielleicht bald der gefeierte Bolzplatzheld in der Region zu sein. Ein erster Schritt ist es, die Bewegungen trocken zu üben. Zum Anfang geht es mit dem Scherenschlag los, bei dem mehrmals abwechselnd die beiden Beine senkrecht nach oben gestreckt werden. Hat man ein gutes Gefühl für die Scherenbewegung entwickelt, kombiniert man diese mit Sprung und Schuss. Dafür befestigen Spieler einen Fußball (oder auch einen Luftballon) etwa kinnhoch mit einer Schnur an der Torlatte. Mit dem hängenden Ball kann nun der Scherenschlag in der Luft geübt werden, wobei versucht wird, den Ball wuchtig zu treffen und vorsichtig zu landen.

Besser noch trainiert man mit einem Partner, der den Ball aus verschiedenen Positionen zuspielt, damit man immer wieder neu antizipieren muss, wo der Ball ankommt. Nach und nach eignet man sich die Bewegung an und wird sicherer für den großen Auftritt in einem wichtigen Spiel. Ganz entscheidend ist aber auch Mut. Denn nur wer keine Angst vor dieser artistischen Flugeinlage hat, kann das vielleicht schönste Tor seiner Karriere schießen. 

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