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Ein BVB-Jugendspieler schießt einen Ball durch das Trainingsgerät "Footbonaut"

Footbonaut: Koordination und Ballgefühl

„Sehen-Antizipieren-Entscheiden-Handeln“

Hightech beim BVB auf dem Trainingsgelände: Der Footbonaut ist ein quadratischer Trainingskäfig, in dem acht Maschinen automatisch Bälle in die Mitte spielen. Mit dem Footbonauten üben die Profis intensives Passspiel und Handlungsschnelligkeit.

September 2012: Der BVB lädt ein, um seinen neuen Trainingsroboter vorzustellen. Der sogenannte Footbonaut wurde von dem Berliner Christian Güttler entwickelt und ist ein Hightech-Trainingsgerät, das seit fünf Jahren regelmäßig vom BVB genutzt wird. Der Trainingskäfig ist 14 mal 14 Meter groß. Acht Wurfmaschinen sind integriert, die automatisch Bälle mit bis zu 120 km/h in die Mitte des Feldes spielen. Die BVB-Spieler stehen im Zentrum und versuchen die zugespielten Bälle in eines der 72 Gittertore zu passen. Der Clou dabei: Die 1,40 Meter großen Tore leuchten abwechselnd grün auf und der Spieler muss sich immer wieder neu orientieren, um ins richtige Minitor zu schießen.

Der knapp eine Million Euro teure Hightech-Käfig verlangt den BVB-Profis die volle Konzentration ab, und zwar auf mehreren Gebieten: Handlungsschnelligkeit, komplexe Bewegungsaufgaben, peripheres Sehen, Koordination und Orientierungsfähigkeit. Auch die Passtechnik wird durch den Footbonauten intensiv gefördert. 20 definierte Bälle werden in knapp einer Minute ins Feld gespielt – macht 100 Bälle in ca. fünf Minuten. Diese Intensität ist deutlich höher als bei einer normalen Trainingseinheit

 

 

„Wir sind überzeugt davon, dass der Footbonaut mindestens die Technik verbessert, aber auch die Handlungsschnelligkeit erhöht und die Wahrnehmung schult“, betonte BVB-Chefscout Sven Mislintat bei der Eröffnung der Trainingsmaschine auf bvb.de.

Häufige „Gäste“ im Footbonauten sind Spieler, die sich nach einer Verletzung wieder an die Belastungen des Ligaalltags gewöhnen, und Jugendspieler, die sich auf das hohe Tempo der Bundesliga vorbereiten.
Der Prozess „Sehen-Antizipieren-Entscheiden-Handeln“ des Footbonauten lässt sich relativ leicht auch im Amateurtraining umsetzen. Dafür ein 10 mal 10 Meter großes Viereck abstecken, wobei an den Seiten in der Mitte der vier Linien jeweils ein Minitor steht und an jeder Ecke ein Mitspieler. In der Mitte des Quadrats steht der aktive Spieler. Auf Zuruf des Trainers spielt einer der vier Mitspieler aus der Ecke des Feldes einen Pass in die Mitte des Feldes, von wo aus der aktive Fußballer in ein vom Trainer bestimmtes Tor schießt.

Viel Erfolg und gutes Gelingen!