Pierre-Emerick Aubameyang Trikot Rücken

Sprinten wie Aubameyang – Was steckt dahinter?

Auf zur Torjägerkrone

Mit Volldampf zur Torjägerkrone: Pierre-Emerick Aubameyang hat in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sich Höchstgeschwindigkeiten in Tore ummünzen lassen. Das will der BVB-Stürmer auch in diesem Jahr wieder in aller Regelmäßigkeit schaffen, um die Fans von Titeln träumen zu lassen.

 

 

Bei seinen Antritten ist der Gabuner auf den Spuren des schnellsten Mannes der Welt. Der Jamaikaner Usain Bolt legte bei seinem 100-Meter-Weltrekord am 16. August 2009 – übrigens auf deutschem Boden in Berlin – die ersten 30 Meter in 3,78 Sekunden zurück. Eine unfassbare Zeit. Und da kommt Pierre-Emerick Aubameyang ins Spiel, der in einem Interview mit der „Welt“ lässig behauptete: „Also, ich habe die 30 Meter einmal in 3,9 Sekunden geschafft, als ich bei Milan in der Jugend gespielt habe, das ist protokolliert worden. Ich bin aber auch schon mal 3,7 Sekunden gelaufen.“

Schneller als der schnellste Mensch der Welt? Wie geht das? Zum einen hat der BVB-Star natürlich eine angeborene Grundschnelligkeit. Bei ihm scheinen die Fast-twitch-Fasern, die schnellen Muskelfasertypen, deutlich ausgeprägter zu sein als bei vielen anderen Menschen. Zum anderen setzt der Stürmer auf spezielle Trainingsmethoden.

Mit Vollspeed an die Spitze – gerne auch in dieser Saison!

Während sich Dortmunder Legenden wie Hans Tilkowski, Siggi Held oder Stan Libuda in den Anfängen der Bundesliga-Geschichte noch gegenseitig festhielten, um einen Gegenstand zu kreieren, gibt es heute sogenannte Gewichtsschlitten – Marc Bartra und Marcel Schmelzer machen es auf dem Bild vor. Diese werden mit einem Seil an die Spieler gebunden und können mit zusätzlichen Hantelscheiben beschwert werden. Durch den konstanten Widerstand passt sich der Körper dem höheren Gewicht an. Sprintet der Profi dann im Spiel ohne den Widerstand, ist er noch schneller.
Amateurvereine können im Training z.B. Sprint-Fallschirme nutzen. Diese sind schon für geringes Geld erhältlich.

Einen Aspekt gilt es allerdings bei Fußballern zu beachten: Der Fokus muss auf der Beschleunigungsphase liegen, da die meisten Sprints nach (im Schnitt) 25 Metern beendet sind. Die linearen Laufwege sind also sehr begrenzt. Daher sollte der Antritt gezielt aus verschiedenen Positionen heraus trainiert werden, zum Beispiel nach einer Ballannahme. Und genau das sind die Momente, in denen „Auba“ die entscheidenden Schritte schneller ist als die gegnerischen Abwehrspieler. Mit Vollspeed an die Spitze – gerne auch in dieser Saison!