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Sprint-Star Usain Bolt posiert mit Spielern von Borussia Dortmund.

Sprinten wie Usain Bolt

Wie wichtig ist Schnelligkeit im Profifußball?

Mit Volldampf zum Profifußballer? Usain Bolt gilt als der schnellste Mann der Welt! Dass er kicken kann, steht außer Frage. Doch reicht das um beim BVB Tore zu schießen? Immerhin trainierte der Jamaikaner schon gemeinsam mit den Profis des BVB und zeigte gutes Zusammenspiel mit Mario Götze.

Fest steht: Man muss mehr können als schnell rennen, um ein herausragender Kicker zu sein. Eine gute Technik, hohes Spielverständnis und Spielintelligenz, ausgeprägte koordinative Fähigkeiten und Teamfähigkeit sind Grundvoraussetzungen für einen Fußballprofi. Dennoch ist eine gute Sprintfähigkeit ein großer Vorteil im Profifußball, um seinen Gegenspielern einen Schritt voraus zu sein. Maximilian Philipp hat diese Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sich Höchstgeschwindigkeiten in Tore ummünzen lassen.

Doch wie trainiert man seine Sprintschnelligkeit eigentlich?

Zunächst müssen die genetischen Grundvoraussetzungen gegeben sein, um Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen. Bei Sprint-Stars wie Bolt sind die Fast-twitch-Fasern, die schnellen Muskelfasertypen, deutlich ausgeprägter als bei vielen anderen Menschen. Zum anderen setzen Typen wie Bolt natürlich auf ganz spezielle Trainingsmethoden. 

Während sich Dortmunder Legenden wie Hans Tilkowski, Siggi Held oder Stan Libuda in den Anfängen der Bundesliga-Geschichte noch gegenseitig festhielten, um einen Widerstand zu kreieren, gibt es heute sogenannte Gewichtsschlitten – André Schürrle macht es auf dem Bild vor. Diese werden mit einem Seil an die Spieler gebunden und können mit zusätzlichen Hantelscheiben beschwert werden.

Durch den konstanten Widerstand passt sich der Körper dem höheren Gewicht an. Sprintet der Profi dann im Spiel ohne den Widerstand, ist er noch schneller. Auch Sprint-Fallschirme werden im Training benutzt. Diese sind schon für geringes Geld erhältlich, also auch für Hobbysportler erschwinglich. Wer kein Geld für Trainingsgeräte ausgeben möchte, der kann mit Berg- und Treppenläufen seine Beinmuskulatur stärken und seine Sprintgeschwindigkeit erhöhen.

Beim Fußball liegt der Fokus dabei vorwiegend auf der Beschleunigungsphase, da die meisten Sprints im Schnitt nach 25 Metern beendet sind. Die linearen Laufwege sind also sehr begrenzt. Daher wird der Antritt gezielt aus verschiedenen Positionen heraus trainiert, zum Beispiel nach einer Ballannahme. Und genau das sind die Momente, in denen Philipp die entscheidenden Schritte schneller ist als die gegnerischen Abwehrspieler und in denen Bolt seinem Gegner davonlaufen könnte. Mit Vollspeed an die Spitze!