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Boden-Zweikampf mit Grätsche einem Dortmund-Bundesligaspiel

Kreuzbandriss: Was hakt da im Knie? Diagnose, Therapie und Vorbeugung

Im Knie gibt es ein vorderes und hinteres Kreuzband.

Die Bänder, die sich namensgebend im Knie kreuzen, verbinden Ober- und Unterschenkel miteinander und sorgen für eine zentrale Stabilisierung im Gelenk. Vor allem das Wegknicken beim blitzartigen Richtungswechsel mit Hängenbleiben im Rasen ist ein häufiger Grund für Kreuzbandrupturen. 

 

 

Kommt es zum Riss, schwillt das Kniegelenk meist an. Die Spieler können eine gewisse Instabilität im betroffenen Bein spüren. Außerdem kann es ihnen schwerfallen, das Kniegelenk zu strecken oder zu beugen. Es kommt zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Für eine schnelle Diagnose kann der sogenannte Schubladen-Test nützlich sein. Fußballfans kennen die Szene vom Spielfeld, wenn Sportmediziner das betroffene Bein wie eine Schublade „ein- und ausziehen“. 

Eine anschließende Magnetresonanztomographie (MRT) gibt Aufschluss über die Schwere der Verletzung.
Grundsätzlich wenden Betreuer bei Kreuzbandverletzungen als Sofortmaßnahme die sogenannte PECH-Regel an – Pause, Eis, Compression und Hochlagern des lädierten Beins, um die Schwellung des Knies gering zu halten. 

Ein Kreuzbandriss wird in der Bundesliga in fast allen Fällen operativ behandelt, da uneingeschränkte Stabilität des Knies unabdingbar für ein hohes Leistungsniveau ist. Gezieltes Training kann das Risiko von Kreuzbandverletzungen reduzieren.

Mit den folgenden Maßnahmen und Tipps kann man einer Kreuzbandruptur vorbeugen:
 

  • Gezieltes und intensives Aufwärmen der Muskulatur 
  • Umfassende Sprungschulung 
  • Variantenreiches Lauftraining, um koordinative Fähigkeiten zu verbessern 
  • Krafttraining, da starke Muskeln das Kniegelenk vor einwirkenden Kräften schützen können 
  • Balance- und Gleichgewichtsübungen 


Medizinische Auskunft über Sportverletzungen: Einfach die kostenlose Hotline IKK Med 0800 455 1000 anrufen.