Ein BVB-Spieler wird von Mannschaftsarzt und Physiotherapeut gestützt und zum Spielfeldrand begleitet

Erste Hilfe bei Muskelfaserriss

Muskelfaserrisse sind der häufigste Ausfallgrund

in der Bundesliga.

Doch wie reißt eine Muskelfaser eigentlich? Wird der Muskel über die Elastizitätsgrenze hinaus gedehnt, können eine oder mehrere Muskelfasern reißen. Derartige Verletzungen ziehen sich Spieler häufig bei blitzartigen Sprints, augenblicklichen Richtungswechseln oder abrupten Bremsbewegungen zu. Bei übermüdeten Muskeln, „ausgekühlten“ Spielern und wenig Pausen steigt das Risiko. 

Beim Riss spüren Spieler oft einen messerstichartigen Schmerz. Dieser führt bei größeren Verletzungen zu einem sofortigen Bewegungsstopp, da der Muskel in seiner Funktion gestört ist. 

Für eine erste Diagnose tasten Mannschaftsärzte und Betreuer die betroffene Stelle ab. In einigen schweren Fällen bildet sich eine Delle und es kommt zu einem Bluterguss. Mit anschließender Ultraschalluntersuchung und Kernspintomographie lässt sich der Schweregrad des Muskelfaserrisses diagnostizieren.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme wenden Physiotherapeuten die bewährte PECH-Regel an:
 

  • Pause – Abbruch der sportlichen Aktivität und Ruhigstellung 
  • Eis – die Kühlung verhindert ein weiteres Anschwellen 
  • Compression bzw. Kompression – ein elastischer Druckverband verhindert weiteres Einbluten 
  • Hochlagern – um Blutdruck zu reduzieren 

 

 

Ein Kompressionsverband mit Eis wird nach 15 bis 20 Minuten abgenommen. Nach dem Duschen wird erneut ein leichter Kompressionsverband angelegt, der nicht abschnürt. Und dann ist Schonung angesagt.