Ein BVB-Spieler tastet seinen Oberschenkel mit Pferdekuss ab

Vom Pferd geküsst: Hämatome und Blutergüsse

„Er hat einen Schlag abbekommen und wird uns in den nächsten Tagen nicht zur Verfügung stehen.“

Sätze wie diese kennt jeder Trainer der Welt. Oft handelt es sich dann um einen Bluterguss im Muskel. Wenn Spieler bei hart geführten Zweikämpfen einen kräftigen Schlag abbekommen, fühlen sie sich wie vom „Pferd geküsst“. Die Folge ist eine schmerzhafte Muskelquetschung inklusive Bluterguss. Dabei werden Blutgefäße verletzt und Blut fließt ins Muskelgewebe. Die betroffene Stelle verfärbt sich oft und es entsteht ein „blauer Fleck“. Je näher die Einblutung an der Hautoberfläche ist, desto ausgeprägter ist die Verfärbung. Ein Bluterguss bzw. die damit verbundene Schwellung schränkt Spieler beim Sport ein, da sie auf umliegende Gewebeschichten oder Knochen drückt.

Die Mannschaftsbetreuer behandeln Hämatome mit der sogenannten PECH-Regel. Dabei wird nach einer Pause die Verletzung mit Eis gekühlt, das Bein mit einer leichten Compression (Kompression) verbunden und die betroffene Körperstelle hochgelagert. Diese Maßnahmen können die Einblutung und damit auch die Schwellung reduzieren. Liegt ein schweres Hämatom vor, untersuchen Clubärzte den Bluterguss mit einem Ultraschallgerät, um die genaue Lage und Größe zu diagnostizieren. In der Regel baut der Körper einen Bluterguss selbst wieder ab. Die Ausfallzeit richtet sich nach der Schwere der Verletzung. Kühlende Verbände und Schmerztabletten können helfen, das Leid zu mindern.

Allgemein gilt, dass die betroffene Körperstelle unterhalb der Schmerzgrenze belastet werden sollte. Schonung steht an erster Stelle, da Blut nachsickern könnte, was den Heilungsverlauf verzögert.  

PS: Der Begriff „Pferdekuss“ kommt wahrscheinlich von der kreisrunden Verletzung, die der Huftritt eines Pferdes verursacht.