Roman Weidenfeller macht eine Kraftübung für den Rücken

1:0 für einen starken Rücken

Rückenschmerzen kennt jeder – nicht nur der Profi.

Bei vielen Bewegungen ist der Rücken mit im Spiel. Kommt es zu einer Überlastung oder „vertritt“ sich ein Spieler, merkt das auch schnell der Rücken. Abrupte Stopps und Richtungswechsel, schnelle Drehbewegungen und Überstreckungen, zum Beispiel beim Schuss, können zu Schmerzen im Rücken führen. Der Rücken bzw. die Wirbelsäule dient als Übergang zwischen Arm- und Beinbewegungen und sorgt für den Extraschuss Dynamik bei Sprints oder Pässen.
 

 

Eine schwerwiegendere Rückenverletzung ist beispielsweise ein Bandscheibenvorfall. Bei Bundesligaspielern eher selten, bei gelegentlichem Freizeitkick nach dem Büroalltag schon häufiger. Bei dieser Verletzung reißt der Faserring der Bandscheibe ein und der Gallertkern kann sich vorwölben oder gar teilweise bis ganz heraustreten. Diese Anteile der Bandscheibe können dann im Bereich der Wirbelsäule auf Nervenwurzeln drücken, die vom Rückenmark ausgehen und unter anderem bis in die Beine ziehen. Das verursacht ausstrahlende starke Schmerzen, aber auch Taubheitsgefühle oder gar Lähmungserscheinungen sind mögliche Folgen. Bei der Therapie stehen neben schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten oft auch Massagen und Entspannungsübungen auf dem Programm.
 

 

Sobald der Rücken wieder schmerzfrei bewegt werden kann, sollte mit Krankengymnastik gezielt die Rückenmuskulatur gestärkt werden, um die Wirbelsäule zu stabilisieren.  

Um Rückenschmerzen vorzubeugen, sind die folgenden drei Maßnahmen zu empfehlen:
 

  • Gründliches Aufwärmen. Dadurch werden Muskeln, Gelenke und Bänder im Rücken gezielt auf die anstehende Belastung vorbereitet.
     
  • Die Belastung langsam steigern. Nach dem Warm-Up sollte nicht unbedingt ein hartes Sprinttraining oder eine sehr intensive Spielform ausgeübt werden. Lieber den Körper langsam an Belastungen heranführen als von 0 auf 100 zu gehen.
     
  • Core-Training stärkt den Rücken. Mit Fitnessübungen für die Körpermitte trainieren Profis ihren Rumpf und beugen so Rückenverletzungen vor – diese Übungen sind aber auch für jeden anderen, ob sportlich oder nicht, möglich und empfehlenswert!


Weitere alltagstaugliche Tipps für einen gesunden Rücken findet ihr unter ikk-classic.de.