BVB Spieler Roman Bürki und Marcel Schmelzer laufen zum Champions League Spiel ein

Fit trotz Mehrfachbelastung

Im Einsatz in der Bundesliga, Champions League, beim DFB-Pokal und bei der Weltmeisterschaft.

Acht Spieler von Borussia Dortmund sind bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland im Einsatz. Dort, wo sich die Besten der Besten messen, dürfen auch die Borussen nicht fehlen. Nach einer langen Saison mit fast 50 Pflichtspielen steht für Reus, Piszczek und Co. ein absoluter sportlicher Höhepunkt an, während ihre Teamkollegen im Urlaub Kräfte tanken für die neue Saison.

Dortmunds Nationalspieler, die neben der Bundesliga regelmäßig auch im DFB-Pokal und in der Champions League sowie zusätzlich bei Länderspielen zum Einsatz kommen, haben ein echtes Mammutprogramm zu bewältigen. Allein Roman Bürki machte in der Saison 2017/2018 insgesamt 47 Pflichtspiele für den BVB. Hinzu kamen zwei Länderspiele für die Schweizer „Nati“, bei der WM in Russland ist er als Ersatzkeeper dabei.

Auf der Weltbühne Erfahrungen sammeln

Aber bei vielen Spielen im Einsatz zu sein ist nicht grundsätzlich negativ. Gerade bei Spitzenevents wie der Weltmeisterschaft sammeln die Spieler Erfahrungen, von denen sie in ihrer gesamten Karriere profitieren. 

Wer vor fast 80.000 Zuschauern in Moskau um den Einzug ins WM-Finale kämpft, lässt sich von einem Bundesligaspiel in Gelsenkirchen nicht aus der Ruhe bringen. Wer mit Cristiano Ronaldo im Training 1-gegen-1-Situationen übt, kann auch in Champions-League-Duellen mit Europas Spitzenteams bestehen. 

Bei einer WM treffen die Spieler auf die Besten ihres Faches und müssen sich auf allerhöchstem Niveau bewähren. Davon profitieren die Spieler dann auch im BVB-Dress. Läuft das Turnier dann erfolgreich, geht es mit besonders viel Schwung und einer Extra-Portion Selbstbewusstsein zurück nach Dortmund. 

Saisonvorbereitung individuell abgestimmt

Wichtig ist auch erholt und fit zurückzukommen. Nationalspieler, deren Saison sich durch die WM um mehrere Wochen verlängert, brauchen dringend auch ihren Urlaub. In den meisten Fällen wird individuell mit dem Verein vereinbart, dass sie später in die Saisonvorbereitung einsteigen, um erst einmal den Akku wieder aufzuladen. Ein Vorbereitungsplan ist meistens so angelegt, dass die Mannschaft in sechs Wochen zum ersten Pflichtspiel auf den Punkt fit und in Form ist. Spieler mit besonders hoher Belastung erhalten individuelle Trainingspläne.

Um verletzungsfrei und topfit durch eine lange Saison zu kommen, sind Regenerationsphasen zwischen den Spielen sehr wichtig. Dabei helfen nicht nur Eisbäder, Kinesio-Tapes, Massagen oder eine ausgewogene Ernährung. Die Trainingssteuerung ist ein entscheidender Faktor in den „englischen“ Wochen. Im Training wird daher mitunter zwischen Stammspielern, Bankspielern und Reservespielern unterschieden.

Stammspieler, die viele Minuten abgespult haben, trainieren dann weniger intensiv und es wird ein Schwerpunkt auf regenerative Einheiten gelegt. Lockeres Auslaufen und Schuss- oder Passübungen, die nicht zu sehr den Körper belasten, stehen im Vordergrund. Nach einer Länderspielreise oder einem Auswärtsspiel in der Champions League heißt es dann die Kräfte zu bündeln und körperlich und mental fit in die neue Aufgabe zu gehen.

Die Bankspieler trainieren normal und halten ihre „Motoren am Laufen“. Je nach Einsatzzeit der einzelnen Spieler im vergangenen Spiel wird die Belastung gezielt gesteuert. Reservespieler werden im Training voll belastet, um an die Leistungsgrenze zu kommen und eine Alternative zur Stammelf zu werden.