BVB-Spieler Mo Dahoud jongliert den Ball.

Jonglieren verbessert das Ballgefühl

Auch wenn man es nicht direkt im Spiel braucht, ist Jonglieren ein wichtiges Training für Fußballer.

Was hat eigentlich Jonglieren mit Fußball zu tun? Man schießt keine Tore, indem man den Ball in der Luft hält, man gewinnt keine Kopfballduelle, man kommt noch nicht einmal an seinem Gegenspieler vorbei. Kurzum: Im richtigen Fußballspiel kommt das Jonglieren nur äußerst selten zum Einsatz.

Und trotzdem können wir ziemlich sicher sagen: Alle BVB-Profis können den Ball aus dem Stand ohne Probleme hundert Mal hochhalten. Und das hat einen guten Grund, denn das Jonglieren verbessert das Ballgefühl, schult die Koordination und stärkt das Gleichgewicht.

Gute Fußballer wissen ganz genau was der Ball macht, wenn sie gegen ihn treten. Beim Jonglieren lernt man dies. Wie stark muss man ihn treffen, damit er nicht so hoch fliegt? Mit welchem Teil des Fußes bekommt er möglichst wenig Drall? Mit welcher Technik kann ich ihn am besten kontrollieren? Spieler wie Götze, Pulisic, Dahoud und Co. haben ein ausgesprochen gutes Ballgefühl. Gelernt beim Jonglieren, angewandt im Dribbling.

Dazu kommt, dass sie die Bewegungen ihres Körpers sehr schnell auf die des Balles abstimmen können. Das Jonglieren verbessert die Koordination. Viele Wiederholungen in kurzer Folge fordern euch immer wieder neu heraus, das Verhalten des Balles im Kopf zu verarbeiten und mit dem Körper entsprechend schnell zu reagieren.

Logisch ist auch, dass ihr beim Jonglieren euer Gleichgewicht verbessert. Auf einem Bein stehen, während das andere komplexe technische Abläufe macht – das muss man auch erst trainieren. Ein gutes Gleichgewicht ist im Spiel vor allem in Zweikämpfen wichtig, wenn ihr auch unter Gegnerdruck stabil bleiben und den Ball behaupten müsst.

Die Grundtechnik beim Jonglieren ist simpel: 

  • Bleibt locker in den Beinen und nicht zu verkrampft.
  • Nicht mit gestrecktem Bein jonglieren, die Bewegung kommt aus dem Knie.
  • Ganz wichtig ist, dass ihr den Fuß nach unten streckt und fixiert.
  • Spielt den Ball mit dem Spann. Wenn ihr ihn richtig trefft, rotiert er so gut wie gar nicht. Wenn er sich dreht, versucht ihn beim nächsten Mal etwas weiter vorn oder hinten zu treffen.
  • Dosiert eure Kraft richtig – nicht zu viel und nicht zu wenig. Am besten ist es, wenn der Ball etwa bis zur Bauchhöhe fliegt. Je höher ihr in schießt, umso schwerer wird es ihn zu kontrollieren.

Nun heißt es: Üben, üben, üben! Am Anfang ist es gerade für Kinder und Anfänger vielleicht noch schwierig, aber man merkt schnell Fortschritte. Setzt euch kleine Ziele und steigert sie dann Schritt für Schritt. Um es einfacher zu machen, kann man den Ball zwischendurch immer wieder auffangen oder einmal auf den Boden tippen lassen.

Für Fortgeschrittene gibt es unendlich viele Erweiterungsmöglichkeiten: Jongliert mit beiden Füßen im Wechsel, nehmt die Oberschenkel und den Kopf dazu, lauft dabei, spielt euch den Ball mit einem Mitspieler in der Luft zu, setzt euch hin, begrenzt die Spielfläche, probiert Tricks aus, habt einfach Spaß!

Also, auch wenn ihr im „echten“ Spiel nur selten zum Jonglieren kommt, profitiert ihr trotzdem in entscheidenden Spielszenen davon. Ganz abgesehen davon sieht es auch ziemlich lässig aus. Und dank der IKK classic könnt ihr als guter Jongleur sogar noch einen richtig starken Preis gewinnen!