BVB Spieler Raphael Gurreiro schießt einen Eckball

Beweglichkeit und Schusskraft: gibt es einen Zusammenhang?

Schießen wie die Stars!

Welcher Fußballer träumt nicht davon, so kräftig zu schießen wie Marco Reus oder Cristiano Ronaldo? Wer denkt, dass dicke Muckis das Allheilmittel für einen kräftigen Schuss sind, hat weit gefehlt. Dazu benötigt man eher eine gute Koordination der einzelnen Teilbewegungen des Schusses, perfektes Timing und Beweglichkeit!

 

 

Wer eine gute Beweglichkeit besitzt, kann auf einen größeren Bewegungsumfang der Ausholbewegung der Beine zurückgreifen. Doch was hat der Bewegungsumfang mit einem harten Schuss zu tun???
Achtung, jetzt wird es etwas physikalisch:
Wirkt eine Kraft auf einen Körper (Fußball) ein, so wird physikalische Arbeit verrichtet (W). Die Größe der physikalischen Arbeit wird durch die Kraft (F/Beinkraft) und die Länge des zurückgelegten Weges (s) bestimmt.

W=F*Δs

Der höhere Bewegungsumfang sorgt also dafür, dass du mit deinem Bein eine längere Ausholbewegung (s) zurücklegen kannst. Nun sollst du nicht mit deiner Ferse an den Hinterkopf kommen, um für den scharfen Schuss ausholen zu können. Im Spiel hast du dafür gar keine Zeit. Die bessere Beweglichkeit hilft dir aber dabei, die Bewegung schnell und sauber auszuführen, selbst wenn du dabei von einem Gegner behindert wirst.
Mit einer guten Beweglichkeit, gepaart mit durchtrainierter Beinmuskulatur und exzellenter Schusstechnik, flößt du mit deinem Schuss jedem Torwart Respekt ein!

Mit dynamischen Dehnübungen verbesserst du deine Beweglichkeit und aktivierst die Muskulatur gezielt. Darüber hinaus wird das Zusammenspiel von Gelenken und der umgebenden Bewegungsmuskulatur verbessert. Das beugt Verletzungen vor und verbessert deine Technik. Ziehst du die nachfolgenden Übungen konsequent durch, wirst du merken, wie deine Leistung steigt.

 

Beinschwingen 1 (frontal):

Im rhythmischen Wechsel die Beine wechselweise gestreckt vor dem Oberkörper nach vorn wegschwingen. Wenn möglich, mit der Fußspitze die Hand des gegengleichen nach vorn ausgestreckten Arms berühren. Also rechte Fußspitze an die linke Hand, dann linke Fußspitze an die rechte Hand.

 

 

Beinschwingen 2 (seitlich):

Vor eine Spielfeldumrandung stellen und zum Beispiel eine Barriere im schulterbreiten Griff fassen. Im Wechsel jeweils ein Bein seitwärts bis in Schulter- oder Kopfhöhe hochschwingen. Das Schwungbein ist gestreckt, das jeweilige Standbein verliert dabei nicht den Bodenkontakt und die Schulterachse bleibt möglichst parallel zur Barriere.

 

 

Oberschenkelinnenseite:

Im Grätschstand die Arme anheben und anwinkeln, sodass die Finger leicht den Kopf berühren. Aus dieser Position das Gewicht mit leichtem Abbeugen seitlich auf ein Bein verlagern.

 

 

Oberschenkelaußenseite:

Im Sitz ein Bein strecken und das andere angestellt darüber setzen. Mit dem gegengleichen Ellbogen Druck gegen die Außenseite des Knies des angestellten Beins ausüben. Den Oberkörper leicht vom Knie nach außen wegdrehen.