Christian Pulisic im Sprintduell gegen den FC Bayern

Warum Fußballer auch Sprinter sein müssen? (1/2)

Bis zu 40 Sprints pro Spiel!

Oft heißt es vor einem Spiel: „Auf den müssen wir aufpassen, der ist schnell!“ Schneller Stürmer = gefährlicher Stürmer? Die Gegner des BVB haben jedenfalls immer wieder Sorgenfalten auf der Stirn, wenn Spieler wie Jadon Sancho oder Marco Reus auf dem Platz stehen, denn diese gelten als Synonym für atemberaubendes Tempo. Doch warum ist Schnelligkeit im Fußball eigentlich so wichtig?

Sowohl im Offensiv- als auch im Defensivbereich kommt ihr ohne kurze Sprints und Antritte nicht weit. Im Angriff nutzen Spieler wie Christian Pulisic ihre Schnelligkeit, um sich gegen ihren Gegenspieler durchzusetzen, schnelle Flankenläufe zu starten oder direkt im Sechzehner zu Torchancen zu kommen. BVB-Trainer Lucien Favre gibt die Richtung vor: „Beim Ballbesitz sollte es viel Bewegung geben, um zu versuchen, ein Tor zu erzielen. Um den Gegner zu überraschen und zu besiegen, muss man schnell und zielstrebig nach vorne spielen.“ Schnell mit dem Ball oder zum Ball zu sprinten ist die häufigste und wirkungsvollste Aktion, die einem Torerfolg zu Grunde liegt.

 

 

Genauso wichtig ist die Sprintfähigkeit, um auf der anderen Seite des Platzes Tore zu verhindern. Im Abwehrverhalten sprinten BVB-Stars wie Jan-Axel Zagadou, um Räume zuzulaufen, Pässe abzufangen, Zweikämpfe zu gewinnen oder Pressing auf den Gegner auszuüben.

Während eines Spiels absolviert ein BVB-Profi im Extremfall mehr als 40 Sprints. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um schnelle Antritte auf bis zu fünf Meter. Somit ist eine hohe Sprintantrittsschnelligkeit - also die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit möglichst schnell zu beschleunigen - besonders wichtig. Sprints ab 20 Meter mit maximaler Geschwindigkeit sind eher selten, können aber nichtsdestotrotz bedeutend sein, etwa für den entscheidenden Konter.

 

 

Schnelligkeit ist also eine der Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Fußballer. Ein Spieler, der mit der Schnelligkeit seines Gegners nicht mithalten kann, hat in vielen Situationen schlicht das Nachsehen. Das zeigt einmal mehr, dass ein Fußballer noch so talentiert am Ball sein kann – ohne Fleiß im Bereich Fitness wird es mit der Profilaufbahn eng. 

Allerdings spielen hier auch die Gene eine gewisse Rolle. Die Schnelligkeit ist vor allem von den Fast-Twitch-Muskelfaser sowie der intra- und intermuskulären Koordination abhängig. Einfach gesagt davon, wie viele schnelle Muskelfasern du hast, wie schnell du sie ansteuern kannst und wie gut sie zusammenarbeiten. Die Zusammensetzung der Muskelfasern scheint weitgehend von den genetischen Voraussetzungen eines Spielers abhängig. Sportler mit einem hohen natürlichen Anteil an Fast-Twitch-Fasern haben somit einen klaren Vorteil beim Sprint. Die Umwandlung von langsamen Slow-Twitch- in schnellere Fasern ist nur begrenzt und mit viel Trainingsaufwand möglich. 

Wie genau man am besten seine Schnelligkeit trainiert, erfährst du bald im nächsten Beitrag auf bvb-gesundheit.de.

Ihr wollt die Sprintasse von Borussia Dortmund live im Stadion sehen? Dann schaut bei der IKK classic vorbei und gewinnt Tickets für das nächste Heimspiel: www.ikk-classic.de/gewinnspiel.