BVB Torhüter Dominik Reimann beim Training mit einer Vision Up Brille

Vision-Up-Brille

Torwarttraining mit Sonnenbrille? Sind Bürki und Co. auf einem Fashiontrip oder was hat es mit der Brille auf sich?

Die BVB-Keeper trainieren mit einer sogenannten Stroboskop-Brille, die den Jungs in einer bestimmten Frequenz visuelle Informationen vorenthält. Dies geschieht, indem die Brillengläser abwechselnd dunkel und wieder hell werden. Wie das funktioniert?

Die Gläser der Brille sind LCD-Scheiben, die ihre Transparenz in Reaktion auf eine kleine elektrische Spannung ändern können. Dabei lässt sich die Frequenz von schnell nach langsam verstellen.

Das Ganze ist in etwa damit vergleichbar, wenn du im Club bei wechselnden Lichtverhältnissen „abdancst“. Bewegungen kommen dir langsamer und sprunghafter vor.

 

Besonders Torhüter benötigen eine schnelle Reaktionszeit und Bewegungsausführung, um Bälle glanzvoll parieren zu können. "Da ist es doch eher hinderlich, wenn die Keeper den Ball nicht oder nur teilweise sehen können", denkst du dir bestimmt. Im Spiel sicherlich schon, aber im Training hat es einen sehr sinnvollen Effekt:

Durch die fehlenden visuellen Informationen wird das Gehirn der Jungs flexibler und leistungsfähiger, da es lernen muss, den Bewegungsablauf trotz der eingeschränkten visuellen Situation richtig auszuführen und gefährliche Torschüsse des Gegners im Spiel zu antizipieren. Trainieren die Spieler anschließend ohne Stroboskop-Brille, stehen wieder alle visuellen Informationen zur Verfügung. Damit steigt die Reaktionsgeschwindigkeit und die Konzentration verbessert sich.

Die Brille kann im regulären Training getragen werden. Am besten wird mit einfachen Bewegungsabläufen (Fangen, Ballannahme, Laufen, Werfen) angefangen. Je geübter der Athlet ist, umso komplexere Aufgaben können mit der Brille durchgeführt werden.