Quick Facts Sensomotorik

Zahlen, Daten & Fakten

Was ist das?

Sensomotorik – das klingt komplizierter, als es ist. Dieser Begriff steht für das Zusammenspiel von Motorik – also der Fähigkeit, Bewegungen auszuführen – und Sensorik – also der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen über alle fünf Sinne. Sensomotorik bedeutet also, dass man einen bestimmten Reiz wahrnimmt und daraufhin mit einer bestimmten Bewegung reagiert.

Warum ist sensomotorisches Training ein Bestandteil im BVB-Training?

  • Fußballspieler –egal ob Profi oder Amateur- sind einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Ein Profifußballer erleidet zwischen 5 und 35 Verletzungen pro 1000 Stunden Training und Wettkampf. 
  • Studien weisen darauf hin, dass mehr als 75 Prozent aller Verletzungen im Fußball die unteren Extremitäten betreffen. Am häufigsten erwischt es Sprunggelenk, Kniegelenk und Oberschenkelmuskulatur. Die Prävention von Verletzungen ist daher mittlerweile wichtiger Bestandteil des Trainings. 
  • Durch spezielle Trainingsprogramme lässt sich die Anzahl der Verletzungen deutlich reduzieren. In empirischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass das Verletzungsrisiko durch sensomotorisches Training um bis zu 40 Prozent gesenkt werden kann.

 

Welche positiven Auswirkungen hat das Sensomotoriktraining für die Fußballpraxis?

  • Reduzierung potentieller Verletzungssituationen
  • Schnellere Gelenkstabilisation in einer potentiellen Verletzungssituation (z.B. Landung nach einem Kopfballduell)

Wie sieht eine Belastungsgestaltung des Sensomotoriktrainings beispielhaft aus?

  • Belastungshäufigkeit: 1-2 Einheiten pro Woche
  • Belastungsdauer: 15-60 Sekunden (je nach Übung und Zielsetzung)
  • Pausendauer: 20-60 Sekunden (faktisch gleich lang wie die Belastungsdauer)
  • Belastungsumfang und -form: 8-15 Wiederholungen pro Übung
  • Gesamte Dauer: ca. 20 Minuten pro Einheit
  • Belastungsintensität: Auf Qualität und Konzentration  beim Ausführen der Übungen achten